Wichtige Begriffe kurz erklärt

 

Aminosäuren:

sind die kleinsten Baueinheiten von Eiweißen (Proteinen). Sie sind lebenswichtig für den menschlichen Körper und zählen neben den Nukleinsäuren zu den Grundbausteinen des Lebens. Man unterscheidet zwischen essentiellen Aminosäuren, die mit der Nahrung aufgenommen werden, und nichtessentiellen Aminosäuren, die vom Körper selbst produziert werden.

Antioxidantien:

Mikronährstoffe können unter anderem auch als Antioxidantien bezeichnet werden, sie schützen den Organismus vor aggressiven oxidierenden Stoffen, auch „freie Radikale“ genannt.

Endometriose:

Chronische Erkrankung, bei der sich die Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutterhöhle ansiedelt und sich wie die in der Gebärmutter verhält. Dies führt vermehrt zu Entzündungsherden und verschlechtert dadurch die Einnistungsbedingungen für die Eizelle.

Fertilität:

Fruchtbarkeit. Sie beginnt beim Mann mit der Pubertät und bleibt bis ins hohe Alter bestehen, wobei die Fruchtbarkeit mit zunehmendem Alter abnimmt. Bei der Frau beginnt sie mit der Menarche (erste Menstruationsblutung) und endet mit der Menopause. Mit zunehmendem Alter nehmen Spermienqualität und Zahl der Eizellen ab.

Infertilität:

Unfruchtbarkeit. Laut WHO gilt ein Paar als unfruchtbar, wenn nach “einem Jahr regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs” keine Empfängnis zustande kommt.

Makronährstoffe:

Leben benötigt Energie, und diese kann nur auf dem Weg der Verbrennung (Oxidation) hergestellt werden. Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Proteine), die mit der Nahrung aufgenommen werden, dienen als Energielieferanten bzw. Oxidationsmittel. Um eine moderate Oxidation zu ermöglichen, benötigt man Enzyme und Hilfsstoffe. Diese sogenannten Hilfsstoffe kann der Organismus selbst nicht produzieren, sondern sie müssen mit der Nahrung als Mikronährstoffe aufgenommen werden. Die Natur liefert somit über die Nahrung Makronährstoffe, die als Brennstoff dienen, und Mikronährstoffe, essentielle Hilfsstoffe, die den Organismus unterstützen, nur Fette aus der Nahrung, nicht aber die körpereigenen, zu verbrennen. Auf diese Weise kann sich der Körper vor oxidativem Stress schützen. Man kann sich vorstellen, dass eine Dysbalance im Angebot an Makro- und Mikronährstoffen den Körper schädigen kann. Wenn die Zufuhr von Brennstoffen erhöht wird und die von Hilfsstoffen gesenkt, nehmen die „Selbstverbrennungsschäden“ im Körper zu. Mikronährstoffe können unter anderem auch als Antioxidantien bezeichnet werden, sie schützen den Organismus vor aggressiven oxidierenden Stoffen, auch „freie Radikale“ genannt.

Mikronährstoffe:

sind lebenswichtige Stoffe in der Nahrung, diätetischen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln. Jeder Mensch hat braucht einen unterschiedlichen Bedarf an Mikronährstoffen. Zu ihnen zählen Vitamine, Aminosäuren, Spurenelemente, Mineralstoffe, Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Um den Körper leistungs- und widerstandsfähig zu erhalten und Heilungsprozesse zu fördern, braucht er mindestens die täglich notwendige Menge solcher Vitalstoffe.

Mineralstoffe:

sind anorganische lebenswichtige Nährstoffe, die dem Organismus über die Nahrung zugeführt werden müssen (z.B. Zink, Selen). Es werden Mengenelemente (in großen Konzentrationen im Körper vorkommend) von Spurenelementen (in kleinen Konzentrationen vorkommend) unterschieden.

PCO-Syndrom (Polyzstystisches Ovarsyndrom):

die häufigste hormonelle Störung von Frauen, deren Symptome metabolische, gynäkologische und kosmetische Aspekte beinhalten und betroffene Frauen ihr Leben lang begleiten. Das PCO-Syndrom ist kein einheitliches Krankheitsbild, die Symptome sind sehr vielfältig, wobei fehlender Eisprung, Überwiegen der männlichen Hormone im Blut und/oder in Erscheinung (Behaarung und Fettkörperverteilung nach männlichem Typ) und/oder Übergewicht und/oder Ovarzysten (Hohlräume in den Eierstöcken) am häufigsten anzutreffen sind. Das PCO-Syndrom ist die häufigste Ursache für weibliche Unfruchtbarkeit.

Spermiogramm:

Es gibt Auskunft über die Samenqualität und somit Aufschluss über die Fertilität des Mannes. Da die Samenqualität in den Ejakulaten variieren kann, sollten zur Diagnose “Zeugungsunfähigkeit“ immer zwei Spermiogramme erhoben werden. Folgende Parameter werden beurteilt: Spermiendichte, -motilität, -morphologie. Mehr Informationen unter www.profertil.at

Vitamine:

sind essentielle organische Nahrungsbestandteile. Bei fehlender Zufuhr kommt es zu Mangelerscheinungen (z.B. Vitamin E, Folsäure). Sie sind besonders wichtig für das Immunsystem und das Nervensystem und schützen als Antioxidantien den Körper vor freien Radikalen.

Freie Radikale (ROS):

kurzlebige Molekülfragmente, die ein oder mehrere ungepaarte Elektronen besitzen und mit ihrer Umgebung sehr leicht reagieren, sodass „nützliche“ Moleküle in „schädliche“ umgewandelt werden. Eine Ansammlung von „schädlichen“ Molekülen kann zum Zelltod führen. Freie Radikale können sowohl im Körper entstehen als auch von außen, mit Nahrung, Umweltgiften und dergleichen zugeführt werden.

Granulosazellen:

Epithelzellen. Die Granulosazellen sind neben den Thekazellen ein Zelltyp des heranreifenden Ovarialfollikels. Die Wechselbeziehung zwischen diesen Zellen und der Eizelle ist unabdingbar für die Ausreifung der Eizelle.

Homocystein:

Stoffwechselprodukt (Aminosäure), das beim Abbau von Proteinen anfällt. Ein hoher Homocysteinspiegel ist in der Labordiagnostik ein wichtiger Indikator für einige ernsthafte Erkrankungen.

Idiopathisch:

= ohne bekannte Ursache, ungeklärten Ursprungs

Neuralrohrdefekt (Spina bifida):

auch Spaltwirbel oder offener Rücken genannt, angeborene Fehlbildung der Wirbelsäule und des Rückenmarks, die unterschiedlich schwer ausgeprägt sein kann. Der Defekt entsteht infolge einer Entwicklungsstörung im Mutterleib.

Nidation:

= Einnistung des frühen Embryos Keims (Blastozyste) in die Uterusschleimhaut (Endometrium).

Oocyte (Oozyte):

Eizelle, die weibliche Keimzelle zweigeschlechtlicher Lebewesen. Sie dient der generativen Vermehrung und enthält alle genetischen Anlagen des weiblichen Lebewesens, die an den Nachkommen weitergegeben werden. Eizellen sind haploide Zellen, enthalten also nur einen Chromosomensatz.

Präeklampsie:

Auftreten von Hypertonie (Bluthochdruck) und Proteinurie (Ausscheiden von Eiweiß mit dem Harn) während der Schwangerschaft ist eine Vorstufe zur Eklampsie (lebensbedrohende Schwangerschaftskomplikation).

Androgene:

Geschlechtshormone, die die Entwicklung der männlichen Geschlechtsmerkmale steuern. Das wichtigste Androgen ist das Testosteron.

Hyperandrogenismus:

“Vorherrschaft” von männlichen Geschlechtshormonen (Androgenen). Der laborchemische Hyperandrogenismus bedeutet, dass Androgenparameter wie Testosteron u.a. stark erhöht sind. Der hohe Androgenspiegel führt bei den betroffenen Patientinnen zu einer typischen Androgenisierung (der klinische Hyperandrogenismus, “Vermännlichung”) wie Zyklusstörungen, Behaarung und Körperfettverteilung nach männlichem Typ.

Metabolisches Syndrom:

eine Kombination von Störung des Kohlenhydratstoffwechsels mit Übergewicht oder sogar Fettleibigkeit nach männlichem Typ, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten (die “guten” HDL-Werte sind zu niedrig und die Trigyzeride erhöht).

Subfertilität:

etwaige Form oder Grad der eingeschränkten Fruchtbarkeit bei Paaren, die versuchen ein Kind zu zeugen.